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Liebe
Schachfreunde,
als
neuer erster Vorsitzender des SW Lichtenrade möchte ich zuerst
meinem Vorgänger Hendrik Haese für die jahrelange
Tätigkeit für unseren Schachverein danken. Er war in
der
bisher schwersten Stunde des Vereins bereit, die Verantwortung zu
übernehmen und rettete damals den Verein vor der
Auflösung.
Nach meiner Wahl möchte ich allen Schachfreunden meine
Prinzipien
und Ansichten näher bringen, damit in Zukunft etwaige
Diskussionen
gar nicht erst entstehen.
1. Offenheit
2. Vorstandsarbeit
3.
Jugendförderung
4. Das
Erwachsenentraining wird deutlich stärkere
Betonung erfahren.
5. Schachspieler, die
Geld für das Spielen in den
Mannschaften verlangen,
wird es
mit mir nicht geben!
6. Erscheinung unseres Vereinsheimes
7. Entwicklung des Vereins
zu
1.)
Jedes
Vereinsmitglied kann mich jederzeit (nur bitte nicht während
laufender Partien) an den Vereinsabenden zu allen Vorschlägen,
Fragen und Problemen ansprechen.
zu 2.)
Meine
Vorstellung von Vorstandsarbeit weicht deutlich von der unseres
ehemaligen „Übervaters“ Radant ab, der
sich zwar in
extremer Weise für den Verein engagierte, manchmal jedoch
über das Ziel hinausschoss.
Von der Art bin ich ein Teamplayer, der versucht die übrigen
Vorstandsmitglieder mit Argumenten und Fakten zu überzeugen.
Der jetzige Vorstand ist ein funktionierendes und eingespieltes Team,
welches versucht, die auftretenden Aufgaben gemeinschaftlich zu
lösen. Gemeinschaftlich bedeutet jedoch nicht immer
einstimmig,
die Diskussionen werden teilweise hart in der Sache geführt.
Bisher wurde immer ein Konsens gefunden. Eine unserer absoluten Maximen
ist die Offenheit nach Außen, die Entscheidungen werden weder
geheim noch in Gutsherrenart gefällt, nur manchmal
müssen
auch unpopuläre Entscheidungen getroffen werden, die nicht
jedem
gefallen, oder sofort einleuchten.
Meistens
gibt es jedoch zwingende Gründe für die
Entscheidungen. Diese
können jederzeit bei den Vorstandsmitgliedern angefragt werden.
zu
3.)
Die
Jugendförderung bleibt ein wesentlicher Bestandteil der
Vereinsziele.
Unsere
Jugendförderung ist im Vergleich zu vielen anderen Vereinen,
nicht
zuletzt dank Fabian, vorbildlich. Dies bedeutet jedoch nicht, dass
diese nicht noch weiter verbessert werden kann.
Dass unsere Jugendarbeit gut ist, sieht man daran, dass unsere
Jugendlichen schachliche Fortschritte machen und in wenigen Jahren die
ersten Mannschaften bedeutend verstärken werden.
Dies ist auch das primäre Ziel von Fabian und mir, die eigenen
Jugendlichen zu halten und damit den Verein mittelfristig voran zu
bringen. Wir wollen durch „Eigengewächse“
den Verein
nach oben bringen, nicht durch Zukäufe!
zu
4.)
Ein
anfangs
von mir unterschätztes Phänomen ist der Wunsch
einiger
älterer Mitglieder, sich mit Hilfe eines qualifizierten
Trainers
weiterzuentwickeln. Meine Erfahrungen anfangs der 90er Jahre bei SWL
mit IM Ralf Schöne waren eher negativ. Denn so nett Ralf auch
ist,
seine Trainingsmethoden waren sicherlich verbesserungswürdig
und
haben sich seit dieser Zeit nicht wesentlich verändert, wie
ich
mich bei Königsjäger Südwest
überzeugen konnte.
Daher schlief die ganze Sache damals ein und wurde letztendlich nur
noch von einigen wenigen benutzt, um ihre Königsindischen
Varianten auszuanalysieren. Dies kann und soll nicht wieder
passieren.
Der Ansatz der bei unserem Training verfolgt wird, ist ein tieferes
Schachverständnis zu entwickeln. Die weitere Entwicklung
dieses
Trainings bleibt abzuwarten.
zu
5.)
Eigentlich
ein Punkt, der keiner Erwähnung bedürfte, leider
jedoch
historisch im Verein belegt ist und nicht verschwiegen werden soll.
Außerhalb des Vereins ist die Wahrnehmung von SWL dadurch
geprägt, dass in den 90er Jahren der Verein durch aggressive
Zukäufe von Spitzenspielern vorangebracht wurde.
Daher ist noch heute die allgemeine Meinung von SWL die, dass wir mit
Geldscheinen für neue Spieler nur so um uns werfen.
Dies
ist
aktuell nicht der Fall, kein Spieler bekommt Geld, und das wird es in
Zukunft auch nicht geben!
Wenn Gelder investiert
werden, dann in
Training, dass allen zugute kommt.
zu
6.)
Zum
Abschluss
noch ein paar Worte zur nahen Zukunft:
Wie Ihr Euch überzeugen könnt, haben sich dank
Charlie und
Willi Nehlich (Meinen persönlichen Dank an die Beiden!) zwei
neue
Schränke bei uns eingefunden, die den hässlichen
alten
Schrank ablösen werden. Diese sollen unsere wertvollsten
Güter aufnehmen und werden abschließbar sein. Durch
den
entstehenden Platz wird es möglich sein, den Weltmeisterraum
besser zu nutzen und die Tischaufstellung zu optimieren.
Mein
Wunsch
ist es außerdem, den Weltmeisterraum zu renovieren, bei
objektiver Betrachtung hinterlässt dieser einen ramponierten
Eindruck. Freiwillige können sich jederzeit bei mir melden.
Auch
über Sachspenden freut sich der Verein.
Unsere Homepage wird in wenigen Wochen jetzt wirklich online gehen, die
Anmeldung ist schon geschehen. Dann wird auch endlich ein neues Schild
den Glaskasten zieren.
zu 7.)
Wisst Ihr eigentlich, wie viele Mitglieder wir vor 2 Jahren waren?
Es
waren um
die Zwanzig. Heute sind an die 60 Mitglieder stark und dabei soll es
lange noch nicht bleiben! Ich finde diese Entwicklung einfach grandios.
Olaf Parnemann
1. Vorsitzender |