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An etwa 4000 Schulen steht
Schach bundesweit auf dem Lehrplan.
Etwa
50.000 Schüler lassen sich in der Kunst des
königlichen Spiels unterweisen.
Besonders auch an Grundschulen
erkennt man immer mehr,
welche Chancen
und Möglichkeiten das Schachspiel bietet.
So ist die Deutsche
Schachjugend in Zusammenarbeit mit den Mitgliederverbänden
dabei, geeignete
Unterrichtsmaterialien bzw. einen bundesweit einheitlichen Lehrplan zu
entwickeln. Man denkt an die Ausbildung von Lehren und fördert
die Zusammenarbeit
von Schule und Verein.
Schon
seit
vielen Jahren bieten wir an unserer Schule, der Grund- und
Teilhauptschule
Großostheim-Pflaumheim, eine Arbeits- gemeinschaft Schach an.
Und diese wird sehr
gerne angenommen. Die Kinder sind begeistert und so motiviert, dass
Erfolge
nicht lange auf sich warten lassen. Durch meinen langjährigen
Unterricht im
Spiel mit König, Dame, Turm, Läufer, Springer und
Bauer konnte sich die Aussage
bestätigen, dass Schach in großem Maße die
Persönlichkeit fördert.
Der Vorsitzende der Deutschen
Schachjugend, Herr Kurt Lellinger, schreibt: „ Schach regt
räumliches und
systematisches Denken ebenso an, wie das Kombinations- und
Konzentra- tionsvermögen. Im Primarbereich lernen die
Schüler, den ersten Schritt
vor dem zweiten zu tun. Sie müssen sich beim Schachspielen
eigenverantwortlich
festlegen, korrigieren und damit logisch denken, denn Fehler werden
sofort
bestraft. Im Sekundarbereich lernen die Schüler, Probleme zu
erkennen und diese
zur Lösung zu bringen. Der Verstand wird geschärft
und vernetztes denken
gefördert. Aus ihren Stärken und Schwächen
lernen die Schüler Pläne zur
Problemlösung zu
erstellen“.
Wissenschaftliche
Untersuchungen haben dies bewiesen.
Der
Belgier Johann Christiaens hat nachgewiesen, dass die
Fähigkeit
von 10–11jährigen Kindern, logisch zu denken und zu
abstrahieren, bereits nach einem
Jahr Schachunterricht zunimmt.
Nach
einem Langzeittest an 100 New Yorker Schulen wiesen
regelmäßig schachspielende
Schüler bessere Lernergebnisse auf als ihre
Mitschüler, die nicht Schach
spielten. Auch
ein Großversuch in Venezuela stellte fest, dass sich nach nur
5 Monaten
Schachtraining der IQ verbesserte.
Ich kann
Sie, liebe Kollegen nur ermutigen, eine Schach AG an ihrer
Schule einzuführen. Es macht Spaß, zu sehen, wie
begeistert und motiviert die
Kids dabei sind, wie schnell junge Menschen das Gelernte aufnehmen und
umsetzen. Es gibt genügend gutes Lehrmaterial, auch wird Sie
jeder Schachclub
in jeder Hinsicht unterstützen.
Es bleibt nur noch zu hoffen,
dass die Kultusministerin Schach als Schulsport anerkennen, damit auch
der
Denksport nicht von den Fördermitteln des Schulsports
ausgeschlossen bleibt.
Eduard
Neuburger
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